Gewässer sollen guten ökologischen Zustand erreichen
Demonstrationsbetriebe in der Region

Gemüseanbau auf Feld

Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist, bis spätestens 2027 für die Gewässer einen guten ökologischen Zustand erreichen. Die Landwirtschaft ist dabei gefordert, ihren Nährstoffeintrag (besonders Nitrat, Phosphat, Pflanzenschutzmittel) zu reduzieren.

Ein bayernweites Netzwerk von Demonstrationsbetrieben dient als Plattform für den Erfahrungsaustausch. Die rund 100 landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe zeichnen sich durch gewässerschonende Bewirtschaftungsweisen aus. Sie informieren in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Gewässern und Grundwasser, Boden, Klima.

Das Angebot richtet sich vor allem an

  • Landwirte,
  • Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen,
  • Berater und Auszubildende in der Landwirtschaft,
  • Fachbehörden der Ländlichen Entwicklung, Umwelt- und Wasserwirtschaftsverwaltung,
  • interessierte Besuchergruppen.

Jochen Haubner, Stadt Nürnberg

Gemüsebau Jochen Haubner, Stadt Nürnberg/Knoblauchsland

Betriebsspiegel:

  • Geographische Lage: Stadt Nürnberg/Knoblauchsland, mittelfränkisches Becken, lehmiger Sand
  • Betriebstyp: Gemüsebaubetrieb
  • Betriebsflächen:
    • 2,5 Hektar Gewächshaus
    • 15 Hektar Freilandgemüse
  • Fruchtfolge: Gründüngung, Wechsel der Gemüsefamilien
  • Relevante Betriebszweige: Salat in Hydrokultur, Freilandgemüse, Blockheizkraftwerk, Photovoltaik

Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

  • Freilandgemüseanbau mit Boden- und Grundwasserschutz durch Fruchtwechsel mit landwirtschaftlichen Kulturen sowie durch abfrierende Zwischenfrüchte
  • Wassersparende Produktion im Unterglasanbau durch Regenwasserauffangbecken und durch Tropfbewässerung im geschlossenen System
  • Seit 2015 wird ganzjährig Salat im mobilen Rinnensystem angebaut
  • Das durch das betriebseigenen Blockheizkraftwerk anfallende Kohlendioxid wird klimaschonend für die Düngung des Hydrosalates eingesetzt

Angebote und Veranstaltungshinweise:

  • Betriebsführungen zu Zwischenfruchtanbau ab Dezember 2017
  • Diverse Informationsveranstaltungen zu Hydrokulturen ab 2018
  • Verbraucherinformation am "Tag der offenen Tür im Knoblauchsland", 5. Mai 2019
  • Weitere Begehungen sind nach Absprache gerne möglich

Robert Ort, Heßdorf

Betrieb Robert Ort, Heßdorf

Betriebsspiegel:

  • Geographische Lage: Landkreis Erlangen-Höchstadt, Gemeinde Heßdorf, Mittlerer Buntsandstein
  • Betriebstyp: Milchviehbetrieb
  • Betriebsflächen: 104 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, 75 Hektar Ackerfläche, 29 Hektar Dauergrünland
  • Tierhaltung: Milchviehhaltung mit Nachzucht
  • Fruchtfolge: Vielfältige Fruchtfolge mit Getreide, Feldfutterbau und Zwischenfrüchte so oft wie möglich
  • Relevante Betriebszweige: Ackerbau und Milcherzeugung

Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

  • vielseitige Fruchtfolge, dem Standort angepasst
  • anfallenden Wirtschaftsdünger wird bodennah mit emissionsarmer Technik ausgebracht
  • Zwischenfruchtanbau

Angebote und Veranstaltungshinweise:

  • Feldbegehung Zwischenfruchtmischungen Herbst 2017, Ende Oktober
  • Feldbegehung Zwischenfrüchte Herbst 2018
  • Weitere Begehungen sind nach Absprache gerne möglich.

Engelhardt GbR, Cadolzburg

Betrieb Engelhardt GbR, Cadolzburg

Betriebsspiegel:

  • Geographische Lage: Landkreis Fürth, Fränkisches Schichtstufenland, Mittelfränkische Keuperbucht
  • Betriebstyp: Ackerbaubetrieb mit Milchviehhaltung
  • Betriebsflächen: 120 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, 97 Hektar Ackerfläche, 23 Hektar Dauergrünland
  • Tierhaltung: Milchviehhaltung mit Nachzucht
  • Fruchtfolge: Vielfältige Fruchtfolge mit Getreide, Feldfutterbau, Winterraps und Zuckerrüben, Zwischenfrüchte so oft wie möglich
  • Relevante Betriebszweige: Ackerbau und Milcherzeugung

Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

  • breit aufgestellte Fruchtfolge
  • Zwischenfruchtanbau nach Getreide und darauffolgend bodenschonende Silomaisnutzung
  • im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdünger wird bodennah mit emissionsarmer Technik ausgebracht

Angebote und Veranstaltungshinweise:

  • Feldbegehung Maisuntersaaten
  • Felderbegehung Zwischenfruchtmischungen Herbst 2018
  • Weitere Begehungen sind nach Absprache gerne möglich.

Kontakt

Bei Interesse an einer Betriebsbesichtigung oder einer Feldführung auf einem der Demonstrationsbetriebe wenden Sie sich bitte an:

Alexander Dümig
AELF Fürth
Jahnstraße 7, 90763 Fürth
Telefon: +49 911 99 715 402
Fax: 0911 99715 600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de
Anton Neumann
AELF Fürth
Jahnstraße 7, 90763 Fürth
Telefon: +49 911 99 715 226
Fax: 0911 99 715 600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de