Workshop des AELF Fürth für Jugendliche
Urban Gardening beim Zukunftsfestival "Fürth im Übermorgen"

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Mit einem Festival zu Zukunftsvisionen für die Stadt Fürth lud die Abteilung Jugendarbeit der Stadt Fürth im Juli 2018 mit vielen Kooperationsparntern Jugendliche der Jahrgangsstufen 7 bis 11 ein, sich Gedanken zu machen, wie "ihre" Stadt im Übermorgen aussehen sollte.

Florian Friedrich vom Amt für Kinder, Jugend und Familien eröffnete den Vormittag mit der Bitte an die Jugendlichen, ihre Wünsche und Vorschläge in den Workshops anzusprechen, zu diskutieren und am Schluss auch sichtbar für die kommunalen Vertreter zu dokumentieren: Denn nur wenn politische Akteure über die Ideen und Wüsche der Jugendlichen Bescheid wissen, gibt es auch die Möglichkeit, diese umzusetzen.
Am Stand des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth konnten die Jugendlichen sich bei Gundula Holm (Projektleitung Urban Gardening Fürth-Erlangen), Wilma Bröker (Fachzentrum Ernährung) und Claudia Taeger (Fachzentrum Gartenbau Bayern-Mitte) zu den Themen "Gemüse in der Stadt-Mobiles Gärtnern und Hydroponik" und "Gesunde Ernährung mit Kräutern und Gemüse" informieren.
Urban Gardening unterstützt aktuelle Ernährungstrends
Im Gespräch wurde allen schnell klar: Ernährung und ihre Trends spielen für Jugendliche der Mittel- und Oberstufe eine wichtige Rolle und sind Thema im Freundes- und Familienkreis. Viele machen sich Gedanken zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung und orientieren sich dabei natürlich auch an den momentan angesagten Ernährungsformen wie Vegetarismus und Superfoods.
"Mobil" Gärtnern ganz einfach
Viele der Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Erfahrung mit dem Anbau von eigenem Gemüse im eigenen Garten, bei den Großeltern oder auf Balkon und Terrasse. Für sie war es besonders spannend zu sehen, wie einfach und "mobil" Gärtnern sein kann: In mit Erde befüllten Kisten oder Pflanzbeuteln angebaut, kann das eigene Gemüse sogar mit umziehen.
Durch Recycling zu frischem Gemüse
Beim Bepflanzen der Gefäße halfen alle eifrig mit und mussten sich auch Gedanken darüber machen, wieviel Platz jede Pflanze brauchen wird. Zur Auswahl standen verschiedene Herbst- und Wintersalate, Kräuter und Grünkohl.
Kleine "Kresse"-Taschen stellten die Schülerinnen und Schüler aus leeren TetraPacks her, die sie auch mit nach Hause nehmen durften.
Am Puls der Zeit mit Hydroponik
Völlig neu für alle war die Vorstellung, dass Pflanzen fast gar keine Erde brauchen, um zu wachsen. Hydroponik nennt sich die Anzucht von (Gemüse-) Pflanzen, die auf dem Wasser schwimmend ihre Nährstoffe aus einer gedüngten Lösung aufnehmen. Im Workshop bauten die Jugendlichen ihr eigenes Hydroponik-Beet aus einer Plastik-Wanne, Styropor-Platten und Töpfen aus organischem Material. Einige Schülerinnen und Schüler hätten die Hydroponik-Beete am liebsten mit in die Schule genommen. Da aber die Ferien vor der Tür standen, war klar: Wenn sich keiner kümmert, funktioniert auch diese Art des Gärtnerns nicht.
Ein Stück Natur in direkter Umgebung
Die bepflanzten "Stadt-Beete" wurden stattdessen bis zum Ende der Veranstaltung auf dem Festival-Gelände ausgestellt, damit sich beim abschließenden „Gallery-Walk“ auch Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung ein Bild davon machen konnten, was alles möglich und denkbar ist. Mit den Jugendlichen wurde auch über den Nutzen des Urban Gardening im Hobby-Bereich diskutiert. Der Wunsch, zu wissen, woher unser Essen kommt spiegelt sich beim "Stadt-Gärtnern" ebenso wieder, wie das Verlangen nach einem Stück Natur in direkter Umgebung. Auch wenn der Anbau von Gemüse natürlich mit etwas Arbeit verbunden ist: Das eigene Gemüse aus ein paar Kisten, Pflanzbeuteln, TertaPacks oder Hydroponik-Beeten schmeckt einfach immer.