Forschungsprojekt Meerrettichanbau

Minister Brunner mit Meerrettichpflanze auf Feld

Warum wurde das Forschungsprojekt eingerichtet?

Der Meerrettichanbau in Bayern ist kleinstrukturiert und daher nicht in der Lage, den Anbau aus eigener Kraft fortzuentwickeln. "Forschung und Versuchswesen haben den Meerrettich leider jahrzehntelang vernachlässigt", so Projektleiter Josef Hofbauer, Abteilungsleiter Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth. Für die Landwirtschaft rund um Baiersdorf ist der Meerrettichanbau aber ebenso unverzichtbar wie für die bayerische Esskultur. Die Anbaufläche im Landkreis Erlangen-Höchstadt beträgt zirka 100 Hektar. Es ist das größte, zusammenhängende Meerrettichanbaugebiet in Deutschland. Seit 2009 wird das Bayerische Forschungsprojekt Meerrettichanbau vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der verarbeitenden Industrie finanziell getragen.
Wer sind die Projektmitglieder?
Am Forschungsprojekt Meerrettichanbau beteiligen sich
  • das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth,
  • die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL),
  • die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG),
  • die Universität Erlangen-Nürnberg,
  • die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf,
  • der Erzeugerverband Franken-Meerrettich e. V.,
  • der Erzeugerring für landwirtschaftliche pflanzliche Produkte Mittelfranken e. V.,
  • Schamel Meerrettich-Feinkost GmbH&Co.KG,
  • die Schutzgemeinschaft Bayerischer Meerrettich
  • sowie etliche Meerrettichanbauer.
Was sind die Projektziele?
Zur Erhaltung eines konkurrenzfähigen Anbaus in der Region ist die Auslese und Etablierung ertragreicher, ertragssicherer und qualitativ hochwertiger Sorten und Herkünfte entscheidend. Zudem sind die Stabilisierung der Bestandsgesundheit im bayerischen Meerrettichanbau und die Verknüpfung von Praxis und Forschung in der Region wichtige Projektziele. Darüber hinaus wurde eine Handreichung "Meerrettich gesund erhalten" von den Projektmitgliedern neu erstellt. Sie dient den Anbauern zur Erkennung von Krankheiten und Schadursachen bei Meerrettich. Die Handreichung stellt momentan für die Thematik die einzige zur Verfügung stehende Fachliteratur dar.
Beratungsangebot des AELF Fürth zum Meerrettichanbau
Das AELF Fürth bietet in Abstimmung mit den genannten Forschungs- und Versuchseinrichtungen den Anbauern Hilfestellung und Beratung bei anbautechnischen Problemen. Als Spezialistin für Sonderkulturen betreut und koordiniert Dipl. Ing. Carola Nitsch die Versuchs- und Forschungsarbeit von Seiten der Abteilung Gartenbau am AELF Fürth.
Die neu erstellte Handreichung "Meerrettich gesund erhalten" kann über das AELF Fürth oder den Erzeugerverband Franken-Meerrettich kostenlos von den Anbauern bezogen werden.

Ansprechpartner

Carola Nitsch
AELF Fürth
Jahnstraße 7
90763 Fürth
Telefon: 0911 99715-422
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de